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Bobby-Luisa will weg

Fobby will weg, Fobby ist traurig, Fobby ist einsam. Am nächsten Morgen stand ein großer LKW mit großer Laderampe vor dem Haus. Viele Männer liefen in das Haus und wieder raus. Durch das Stimmengewirr war er wach geworden, die Nacht war grausam gewesen. Keine so schönen Träume wie vom Adler auf der Ebene, sondern wirre Träume. Einer der Männer trat versehentlich gegen sein Körbchen, bemerkte es, aber schaute nur kurz und ging weiter. “Stellt das da mal weg, das steht im weg!” motzte er nur. Wenig später kam die Mutter herbei geleilt, scheuchte ihn aus dem Körbchen und trug es weg. Ängstlich schlich Fobby hinterher, um zu sehen, wo sie es hintrug.

Sie trug es nach draußen, stellte es seitlich an den Gartenzaun draußen und ging wieder rein. Es war ihr komplett egal, dass es Fobbies Körbchen war und er es liebt und er sich genau da drin jetzt reinkriechend sicher fühlen wollte und nun stand es da auf der Straße am Zaun und er war ihr komplett egal gewesen. Er wusste jetzt nicht mal, aber einer der Männer es gleich in den LKW packen würde oder ob es da stehen bleibt und dann auf dem Sperrmüll landet. Fobby hatte Angst.

Da hatte er plötzlich eine Idee. Alleine wegtragen konnte er es nicht, aber er brauchte Hilfe – schnell! Er checkte noch einmal die Situation, die Männer waren viel zu sehr mit all den anderen Möbeln beschäftigt, es wurde übersehen. Schnell erinnert er sich an das Haus, wo Franz wohnte. Er galoppierte durch die Straßen, schnitt die Kurven und stand schließlich vor dem Haus. Nur wie kam er rein? “Hallo?” Kam aus dem Gebüsch hinter him … Und wieder entdeckte Franz ihn und nicht umgekehrt. “Hi Franz! Es tut so gut ich zu sehen!” Er Lächelte, Franz auch. “Kann ich Dir helfen?” Fragte er. “Oh ja!, Du musst mir helfen! Bei uns im Haus geht es drunter und drüber. Ich glaube die Familie zieht aus, ein großer LKW wird von vielen Männern vollgeladen.” “Oh, das hört sich nach Auszug an. Weißt Du, wohin ihr zieht?” ” Nein, mit mir spricht niemand, mein Körbchen stand im weg, die Mutter hat es draußen an den Gartenzaun gelehnt, auf den Bürgersteig. Ich habe Angst, ich habe keine Ahnung was jetzt passiert. Ob die Männer es einladen und wie ich dann mitkomme oder ob es da stehen bleibt und es in den Sperrmüll geworfen wird oder dort vergessen wird.” Er hörte sich aufgeregt an, gleichzeitig standen ihm aber auch die Tränen in den Augen.

“Hast du die gleiche Idee wie ich?” Sagte Franz nach einem Augenblick. Sie schauten sich an und einem kurzen Moment der Verständigung galoppierten sie los, zurück zum Haus von Fobby. An der Ecke blieben sie abrupt stehen und checkten erstmal die Lage. Das Körbchen lehnte immer noch am Zaun und die Männer waren nicht mehr zu sehen – machten sie gerade Frühstückpause? Man konnte sie in der Küche zusammen stehen und sie hatten Kaffeebecher in der Hand. Sie machten Pause, okay, die Lage war sicher. Beide schlichen sich über die Straße, an der Hecke entlang … Und erschraken, der Nachbarhund stand vor ihnen: “Was macht ihr hier?” Fragte Justus. ” Eigentlich verstand sich Fobby gut mit ihm und er stellte keine Gefahr da und er war groß, er konnte ihnen gut helfen. “Justus, meine Familie zieht aus und ich habe keine Ahnung was sie mit mir machen und was sie vorhaben. Mein Körbchen hat sie einfach nur auf die Straße gestellt, weil ich damit den Möbelpackern im Weg stand. Ich möchte selber entscheiden, was mit mir passiert. Deswegen wollen wir das Körbchen erstmal in Sicherheit bringen und dann entscheide ich, was ich mache. Hilfst Du uns?” “Das ist traurig und schade. Ich mochte Dich, aber na klar helfe ich Euch!” Sie schlichen weiter zum Körbchen.

Franz checkte die Lage und beobachtet das Küchenfenster, während Justus die eine Seite vom Körbchen ins Maul nahm und Fobby die andere Seite. Zusammen trugen sie es durch die Straßen zum Haus von Franz. Fobby und Franz wechselten sich immer ab, da es schwer war für sie – Justus machte das mit links. Der andere checkte immer die Lage, lief zur nächsten Ecke vor, schaute, kam zurück, usw. Sie schafften es unbeobachtet zum Garten und dann fanden sie dort im Gebüsch einen guten Platz, der zudem noch überdacht war vom Gartenhaus. Dort stellten sie es ab. Franz fand noch eine Plane und sie legten sie drunter, damit es nicht feucht wurde von unten. Von oben würde es selbst bei Regen trocken bleiben. “Fast ideal!” Befand Fobby und lächelte. “Danke, Justus! Du hast uns echt geholfen!” “Gerne! Lass mich wissen, wo es dich dann hin verschlägt. Würde mich freuen und vielleicht kann ich dir noch bei etwas helfen.”

Justus ging wieder. Fobby kuschelte sich glücklich wieder in sein Körbchen. Franz lächelte und sagte “Keine Ahnung, wie lange du hier unbeobachtet bleiben kannst. Aber das größte Problem wäre tatsächlich Justus gewesen, aber der hat uns ja sogar geholfen und meine blöden Jungs im Haus haben mittlerweile nur noch ihre blöde Playstation und ihre Smartphones im Kopf, mich lassen sie komplett in Ruhe jetzt und alles hier im Haus interessiert sie auch nichts mehr. Du wirst hier deine Ruhe haben. Hast du aber generell eine Idee?”

“Oh ja, die habe ich!”

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